Prachovské skály: die berühmteste Felsenstadt im Böhmischen Paradies
Die Prachovské skály sind die berühmteste Felsenstadt im Böhmischen Paradies, nur acht Kilometer von Jičín, mit zwei Rundwegen.
Die Prachovské skály sind die berühmteste Felsenstadt im ganzen Böhmischen Paradies (Český ráj) und zugleich die nächstgelegene von unseren Apartments in Jičín aus – bis zum Parkplatz am Teich Vidlák sind es acht Kilometer, mit dem Auto gut zehn Minuten, mit dem Rad über den Radweg keine halbe Stunde. Es ist kein Zufall, dass wir hierhin fast jeden Gast gleich am ersten Tag schicken, denn kein anderer Ort in der Umgebung bietet auf so kleiner Fläche so viele Aussichtspunkte, Schluchten und Sandsteintürme auf einmal.
Zwei Rundwege, zwei verschiedene Spaziergänge
Durch die Felsenstadt führen zwei markierte Rundwege, die sich kombinieren, aber auch einzeln gehen lassen. Der gelbe Rundweg ist kürzer, knapp zwei Kilometer lang, und in einer bis anderthalb Stunden bequem zu schaffen – er führt an den wichtigsten Aussichtspunkten vorbei und eignet sich auch mit kleineren Kindern oder für den ersten Besuch. Der rote Rundweg ist anspruchsvoller und länger, rund vier Kilometer und zwei bis drei Stunden Gehzeit, führt über Leitern, enge Schluchten und steilere Treppen und bietet Ausblicke, die man vom gelben Weg aus gar nicht sieht. Wer Zeit hat und die ganze Felsenstadt sehen möchte, sollte beide Routen kombinieren und mit gemütlichen vier Stunden inklusive Fotostopps rechnen.
Aussichtspunkt Sokol und die Drachenschlucht
Der bekannteste Aussichtspunkt der ganzen Felsenstadt heißt Sokol und bietet einen Blick auf das Labyrinth der Türme, das an eine Steinstadt erinnert – von hier stammen die meisten Postkarten und Fotos, die mit Prachov verbunden werden. Ein Stück weiter führt der Weg durch die Drachenschlucht (Dračí soutěska), einen engen Felskanyon, in dem es selbst an einem Augustmittag spürbar kühler ist als oben an den Aussichtspunkten, und zwischen den Türmen Teufelshand (Čertova ruka) und Maják findet man beliebte Plätze der Kletterer, die hier an den Sandsteinwänden schon seit der Zwischenkriegszeit trainieren.
Eintritt und Öffnungszeiten
In der Hauptsaison, also etwa von April bis Ende Oktober, sind an den Eingängen zur Felsenstadt Kassen besetzt, der Eintritt kostet rund 90 Kč für Erwachsene und 60 Kč für Kinder und Senioren. Außerhalb dieser Zeit, früh morgens oder nach Kassenschluss, ist der Zugang zu den meisten Routen frei, allerdings müsst ihr euch dann auf eigene Vorsicht verlassen, denn im Winter sind Treppen und Leitern oft vereist. Die Öffnungszeiten der Kassen richten sich nach dem Tageslicht, im Sommer etwa von 8 bis 18 Uhr, im Frühjahr und Herbst kürzer.
Parken am Vidlák
Der Parkplatz am Teich Vidlák ist der wichtigste, aber nicht der einzige – in der Saison ist er samstagvormittags oft schon gegen zehn Uhr voll, und Autos stehen dann entlang der Straße mehrere hundert Meter zurück. Das Parken kostet etwa 60 bis 100 Kč pro Tag. Wir raten Gästen, spätestens um acht Uhr morgens aus Jičín loszufahren oder alternativ den späten Nachmittag abzuwarten, wenn die Sonne schräg zwischen die Türme fällt und sich die Menschenmassen vom Parkplatz lichten.
Was sich noch anbietet
Direkt am Eingang zu den Felsen liegt die Siedlung Prachov mit einem Restaurant und Sitzplätzen mit Blick auf die ersten Türme – ideal für ein Mittagessen nach dem gelben Rundweg. Wer aus dem Ausflug einen ganzen Tag machen will, kann ein paar Kilometer weiter zum Schloss Hrubá Skála oder zur Burg Valdštejn weiterfahren – beide Ziele liegen in ähnlicher Entfernung wie Prachov, sodass man an einem Tag ohne Hektik zwei davon schafft.
Zusammenfassung zur Planung:
- Gelber Rundweg – knapp 2 km, eine bis anderthalb Stunden, geeignet mit Kindern
- Roter Rundweg – etwa 4 km, zwei bis drei Stunden, Leitern und Schluchten
- Eintritt – 90 Kč Erwachsene / 60 Kč Kinder und Senioren in der Saison
Praktischer Tipp zum Schluss
Für den roten Rundweg braucht ihr festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle, Leitern und enge Spalten sind nach Regen glatt, und mit großem Rucksack oder Kinderwagen kommt ihr dort nicht durch – für den gelben Rundweg reichen normale Wanderschuhe, den schafft auch eine weniger geübte Familie mit kleinen Kindern.