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Besedické skály: Felsenlabyrinth Kalich und Chléviště

Besedické skály bei Troskovice: enge Schluchten Kalich und Chléviště, Ruhe ohne Menschenmassen, 20 Minuten von Jičín.

Besedické skály: Felsenlabyrinth Kalich und Chléviště

Die Besedické skály liegen im Podtrosecká-Hügelland zwischen den Dörfern Troskovice und Besedice, nur wenige Kilometer von der Burg Trosky entfernt – und trotzdem verirrt sich hierher, anders als zu den Prachovské skály oder Hrubá Skála, kaum jemand. Genau das macht ihren Reiz aus: schmale Sandsteinschluchten, moosbewachsene Türme und eine Stille, für die in den stärker besuchten Felsenstädten des Böhmischen Paradieses am Wochenende oft kein Platz mehr bleibt.

Wo Sie die Felsen finden und wie Sie hinkommen

Von den P&P Apartments in Jičín sind es mit dem Auto etwa 20 Minuten, knapp 16 Kilometer Richtung Turnov über Konecchlumí und Troskovice. Der Weg führt an den Teichen im Podtrosecká-Tal vorbei, von wo aus sich einer der schönsten Ausblicke auf die Silhouette von Trosky mit seinen Türmen Baba und Panna bietet. Das Auto parken Sie am Ortsrand von Troskovice oder in Besedice, von dort führt ein markierter Pfad direkt zu den Felsen – zu Fuß keinen Kilometer.

Zwei Felsengruppen: Kalich und Chléviště

Die Felsenstadt gliedert sich in zwei Teile. Kalich besteht aus einem System enger Schluchten und Türmchen, durch die man an manchen Stellen buchstäblich Schulter an Schulter mit dem Fels hindurchgeht – an den engsten Passagen misst die Schlucht kaum einen halben Meter. Chléviště ist offener, mit niedrigeren Blöcken und Plateaus, die sich gut für eine Rast mit Blick ins Tal eignen. Beide Gruppen verbindet ein kurzer Pfad, und die gesamte Runde samt Abstechern schaffen Sie in einer bis anderthalb Stunden gemütlichem Gehen.

Der Sandstein wurde hier von der Erosion zu den typischen wabenartigen und pilzförmigen Formationen geformt, die Sie aus anderen Felsenstädten der Region kennen, nur ist der Maßstab hier kleiner – keine mehrere Meter hohen Türme, eher ein Labyrinth, das Sie entspannt auch mit einem Kind an der Hand durchqueren können. Trotzdem empfehle ich festes Schuhwerk, nach Regen werden Wurzeln und Steine schnell rutschig.

Ein bisschen Geologie

Die Felsenstädte des Böhmischen Paradieses entstanden durch Erosion kreidezeitlicher Sandsteine, die hier vor Jahrmillionen von einem Meer abgelagert wurden. Wasser und Frost formten über Jahrtausende die Türme, Tore und schmalen Schluchten, die Sie heute sehen. Die Besedické skály sind die kleinere Schwester der bekannteren Prachovské skály und Klokočské skály – geologisch dasselbe Material, nur in kleinerem Maßstab, und dadurch ein umso intimeres Erlebnis.

Für Fotografen und Ruhesuchende

Die Besedické skály sind fotografisch nicht so "perfekt" wie die offenen Aussichten der Prachovské skály, eignen sich dafür umso besser für Detailaufnahmen – Moos auf Buchenstämmen, Sonnenstrahlen, die durch eine enge Schlucht fallen, Wurzeln, die sich um Sandsteinblöcke winden. Das schönste Licht gibt es meist gegen zehn Uhr vormittags, wenn die Sonne schon hoch genug steht, um auch tiefere Teile des Kalich zu erreichen, aber noch nicht senkrecht von oben scheint. Ein Stativ brauchen Sie hier eher selten – in den Schluchten ist meist kaum Platz zum Aufstellen, eine ruhige Hand und eine kürzere Belichtungszeit reichen völlig.

Wann losgehen und was mitnehmen

Die Besedické skály sind ganzjährig frei und ohne Eintritt zugänglich. Am schönsten sind sie im Frühling, wenn frisches Buchengrün durch die Felsen schimmert, und im Herbst, wenn tiefstehende Oktobersonne in die Schluchten fällt. Im Sommer ist es hier auch an heißen Tagen angenehm kühl, weil die Sonnenstrahlen nur für wenige Stunden am Tag in die engen Schluchten vordringen. Im Winter nach Schneefall ist der Spaziergang romantisch, die Felsen können aber vereisen – Wanderstöcke sind da hilfreich.

Entlang der Strecke gibt es weder Verpflegung noch Toiletten, Wasser und Proviant sollten Sie von zu Hause mitbringen. In Troskovice gibt es einen kleinen Lebensmittelladen, meist bis etwa 17 Uhr geöffnet.

Besedice und die umliegenden Dörfer

Besedice und Troskovice gehören zu den kleineren Gemeinden des Böhmischen Paradieses, wo Sie auf dem Dorfplatz eher einem Traktor als einem Reisebus begegnen. Rund um die Felsen erstrecken sich Felder und Weiden, sodass der Ausflug oft mit einem Blick auf eine Landschaft beginnt und endet, wie man sie eher von Postkarten kennt als vom echten Alltag. Wer mehr Zeit hat, sollte ein Stück des gelb markierten Wegs Richtung Rovensko pod Troskami gehen – die Strecke führt über Wiesen mit Blick auf das gesamte Podtrosecká-Tal, und im Mai blühen hier ganze Streifen von Löwenzahn und Margeriten.

Zusammenfassung in Stichpunkten

  • Entfernung von Jičín: ca. 16 km, mit dem Auto 20 Minuten
  • Länge der Wanderung: Rundweg Kalich–Chléviště dauert 1–1,5 Stunden
  • Eintritt: keiner, ganzjährig frei zugänglich
  • Schwierigkeit: leicht, stellenweise enge Durchgänge
  • Beste Jahreszeit: April–Mai und Oktober, wenn am wenigsten los ist und das Licht am schönsten fällt
  • Parken: am Ortsrand von Troskovice oder Besedice, kostenlos

Was Sie mit dem Ausflug verbinden können

Die Besedické skály lassen sich hervorragend mit einem Aufstieg zur Burg Trosky kombinieren, die von hier aus praktisch immer zu sehen ist – entweder die kürzere Runde zum Turm Baba mit Aussicht oder die längere über beide Türme. Rechnen Sie mit weiteren zwei Stunden Gehzeit und dem Eintritt zur Ruine. Die zweite Variante ist ein Abstecher zu den Teichen im Podtrosecká-Tal, wo in den warmen Monaten gerne gebadet wird und man ruhig auf den Dämmen entlangspazieren kann.

Wer mehrere Tage im Böhmischen Paradies verbringt, sollte sich diesen Ausflug für einen Tag aufheben, an dem er wirklich von der Menge abschalten möchte. Genau deshalb kommen Einheimische lieber hierher als zu den überfüllten Prachovské skály an Juli- und Augustwochenenden.

Wo Sie nach dem Ausflug den Kopf zur Ruhe legen

Nach ein paar Stunden in den Schluchten wissen Sie die eigenen vier Wände zu schätzen, ohne sie mit Fremden zu teilen. In den P&P Apartments Jičín, Markova 134, haben wir getrennte Zimmer für 1 bis 5 Gäste, jedes mit eigener Küche und eigenem Bad mit Dusche – so kochen Sie sich abends etwas, trocknen Ihre Schuhe mit dem eigenen Haartrockner und starten am nächsten Morgen ausgeruht zu weiteren Felsen. Ins Zentrum, zum Valdštejnovo náměstí, sind es zu Fuß etwa 6 Minuten, Parken am Haus ist bei uns kostenlos, Check-in ist von 15 bis 20 Uhr.

Praktischer Tipp zum Schluss

Starten Sie wenn möglich vormittags an einem Wochentag – dann ist in den Schluchten am wenigsten los, und das Licht fällt gegen zehn Uhr am schönsten hinein. Der Handyempfang ist in den tiefsten Teilen des Labyrinths oft schwach, laden Sie sich die Wanderkarte vorher aufs Handy. Wenn Sie mit kleinen Kindern unterwegs sind: Im Kalich muss man sich stellenweise durch eine enge Passage zwängen – ältere Kinder empfinden das als Abenteuer, mit den Kleinsten wählen Sie besser die Runde über Chléviště.

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