Klokočské skály: Felsenstadt über Klokočí
Klokočské skály über Turnov: Felsenlabyrinth, Kletterreviere und Burg Rotštejn – Tagesausflug ab Jičín.
Klokočské skály: Felsenstadt über Klokočí
Die Klokočské skály erstrecken sich über dem Dorf Klokočí unweit von Turnov und gehören zu den ausgedehnteren Felsenstädten des Böhmischen Paradieses – ein Labyrinth aus Sandsteintürmen, engen Schluchten und moosbewachsenen Plateaus, das sich über mehrere Quadratkilometer durch den Wald zieht. Mittendrin thront zudem die Ruine der Felsenburg Rotštejn, über die wir separat schreiben, sodass Sie hier ruhig einen ganzen Vormittag oder länger einplanen können.
Anfahrt von Jičín
Von den P&P Apartments in Jičín sind es nach Klokočí knapp 23 Kilometer, mit dem Auto etwas über eine halbe Stunde Richtung Turnov und weiter nach Sedmihorky. Das Auto parken Sie auf dem Parkplatz am Ortsrand oder beim Kurbad Sedmihorky, von wo eine markierte Route zu den Felsen führt. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann den Ausflug mit einer Route über Hrubá Skála und Valdštejn verbinden – das Gelände ist hügeliger, aber im Sattel durchaus machbar.
Was Sie in den Felsen sehen
Die Klokočské skály bestehen aus mehreren getrennten Gruppen, die durch Waldwege verbunden sind – am bekanntesten sind die Partien rund um Rotštejn, aber es lohnt sich auch, in die Nebenschluchten zu gehen, wo deutlich weniger Touristen unterwegs sind. Die Felstürme erreichen hier stellenweise über 20 Meter, und dazwischen führen enge Durchgänge, in die an heißen Sommertagen selbst mittags keine Sonne dringt. In der Umgebung finden Sie zudem beliebte Kletterreviere – wenn Sie in der Ferne Karabiner klirren hören, sind Sie vermutlich in der Nähe einer Kletterroute.
Neben Wanderern und Kletterern leben hier auch seltenere Arten – in Felsspalten brütet der Uhu, und im Frühling blühen ganze Teppiche von Buschwindröschen. Wer leise geht, trifft durchaus auf Rehwild direkt auf dem Weg, besonders früh morgens oder in der Dämmerung.
Routen und Dauer
Die kürzere Runde um die Hauptfelsengruppen samt Aufstieg zu Rotštejn schaffen Sie in 2 bis 3 Stunden. Wer mehr sehen möchte, verlängert die Strecke bis zum Teich Věžák oder weiter nach Sedmihorky, wo im Gelände des ehemaligen Kurbads ein schöner Park mit Sommerbad wartet. Die gesamte Runde samt Abstechern und einer längeren Pause zum Essen füllt einen halben Tag.
Die Wege sind meist gut markiert, trotzdem empfehle ich eine Offline-Karte herunterzuladen – in den tieferen Waldbereichen schwankt der Empfang. Nach Regen sollten Sie damit rechnen, dass die lehmigen Abschnitte unter den Felsen rutschig werden, festes Schuhwerk ist hier angebracht.
Ein bisschen Geologie und Geschichte der Umgebung
Wie die meisten Felsenstädte der Region entstanden auch die Klokočské skály durch Erosion kreidezeitlicher Sandsteinablagerungen – Wasser hat sich nach und nach durch Risse im Fels gefressen und die charakteristischen Türme, Tore und Schluchten geformt. Die umliegenden Wälder gehörten jahrhundertelang zu einer Herrschaft, die ihren Sitz eben auf Rotštejn und später auf Frýdštejn hatte, und Spuren des alten Weges zwischen den Burgen finden sich heute noch als Hohlwege, die vor Jahrhunderten von Fuhrwerken in den Sandstein gefahren wurden.
Für Fotografen
Die Klokočské skály bieten mehr offene Ausblicke als die kleineren Besedické skály – von mehreren Felsplateaus reicht der Blick bis zum Horizont, bis zum Kozákov oder Ještěd. Die beste Fotozeit ist der frühe Morgen, wenn im Wald noch Nebel hängt und die Sonne in schrägen Strahlen zwischen den Türmen hindurchscheint. Wer auch Rotštejn selbst fotografiert, sollte bedenken, dass die Holztreppe im Bild oft stört – versuchen Sie, sie eher von unten aus dem Wald einzufangen, wo sie mit dem Fels verschmilzt.
Zusammenfassung in Stichpunkten
- Entfernung von Jičín: ca. 23 km, mit dem Auto über 30 Minuten
- Streckenlänge: Grundrunde 2–3 Stunden, mit Abstechern ein halber Tag
- Eintritt: keiner, ganzjährig kostenfrei
- Schwierigkeit: mittel, Gelände leicht hügelig
- Beste Jahreszeit: April–Juni und September–Oktober
- Parken: Klokočí oder Sedmihorky, kostenlos
Wann und mit wem
Die Klokočské skály sind ganzjährig und kostenlos zugänglich. In der Saison von April bis Oktober ist hier an Wochenenden am meisten los, wenn auch Familien mit Kindern zu Rotštejn unterwegs sind – die Route ist anspruchsvoller als ein Parkspaziergang, aber auch jüngere Schulkinder schaffen sie, vor allem wenn sie die steilsten Abzweige auslassen. An Wochentagen oder außerhalb der Hauptsaison fühlen Sie sich hier oft wie die einzigen Menschen im Wald.
Was mitnehmen und wo essen
Direkt in den Felsen gibt es keinerlei Verpflegung, Proviant und vor allem genügend Wasser sollten Sie also mitbringen – besonders im Sommer, wenn es auf den sonnigen Abschnitten der Strecke ordentlich heiß wird. In Sedmihorky ist in der Saison meist ein Restaurant beim ehemaligen Kurbad geöffnet, wo Sie nach dem Ausflug mit Blick auf den Park zu Mittag essen können. In Klokočí selbst gibt es kein Geschäft, planen Sie Einkäufe vorher in Turnov ein.
Was Sie mit dem Ausflug verbinden können
Neben Rotštejn bietet sich von hier ein Abstecher zum Kurbad Sedmihorky mit Park und Teichen an, oder weiter nach Hrubá Skála mit seinem Aussichtsschlösschen, oder nach Valdštejn, der ältesten Burg des Böhmischen Paradieses, verbunden mit einem Holzsteg über einen Teich. Wer noch Kraft in den Beinen hat, kann den Ausflug am Aussichtsturm Kozákov beenden, von wo bei klarem Wetter sogar das Riesengebirge zu sehen ist.
Nach dem Tagesausflug zurück nach Jičín
Die Klokočské skály füllen einen guten Teil des Tages, weshalb sich eine Basis in Jičín lohnt, zu der Sie abends entspannt zurückkehren. In den P&P Apartments, Markova 134, wohnen Sie in getrennten Zimmern für 1 bis 5 Gäste, jedes mit eigener Küche und eigenem Bad mit Dusche, sodass Sie sich nach dem ganztägigen Spaziergang durch die Felsen in Ruhe selbst ein Abendessen kochen können, statt ein offenes Restaurant zu suchen. Wir parken kostenlos direkt am Haus, und zum Valdštejnovo náměstí sind es zu Fuß etwa 6 Minuten, falls Sie den Tag noch mit einem Bummel durch die Altstadt ausklingen lassen möchten.
Praktischer Tipp zum Schluss
Planen Sie den Ausflug so, dass Sie spätestens gegen zehn Uhr vormittags bei den Felsen ankommen – die Parkplätze bei Klokočí und Sedmihorky sind an Sommerwochenenden nachmittags oft voll. Und wenn Sie Rotštejn ohne Warteschlange auf der Holztreppe zur Aussicht sehen möchten, gehen Sie dorthin als ersten Punkt der Runde, nicht erst am Ende.