Schloss Lomnice nad Popelkou und das Stadtmuseum: Geburtsort von Josef Gočár
Das Schloss in Lomnice nad Popelkou beherbergt das Stadtmuseum und die Geschichte von Josef Gočár, sechs Kilometer von unserem Ferienhaus.
Schloss Lomnice nad Popelkou und das Stadtmuseum: Geburtsort von Josef Gočár
Das Schloss in Lomnice nad Popelkou steht direkt oberhalb des Marktplatzes, nur sechs Kilometer von unserem Ferienhaus in Syřenov entfernt – mit dem Auto sind es keine zehn Minuten, mit dem Fahrrad eine angenehme halbe Stunde, leicht bergab. Am schönsten ist ein Besuch im Spätfrühling oder im Herbst, wenn der Schlosspark blüht oder sich bunt färbt und die Stadt nicht voller Touristen ist.
Von der Feste zum Schloss
Wo heute das Schloss steht, befand sich bereits im Mittelalter eine Feste, die die Besitzer der Herrschaft im 16. Jahrhundert zu einem Renaissance-Sitz umbauen ließen. Wie viele Adelssitze der Region wurde auch das Schloss in Lomnice in den folgenden Jahrhunderten mehrfach verändert – Brände und Umbauten gaben ihm nach und nach das klassizistischere Gesicht, das es bis heute trägt. Rund um das Schloss erstreckt sich ein englischer Park, durch den man auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums spazieren kann – ein kurzer Abstecher nach dem Mittagessen lohnt sich also auch ohne Museumsbesuch. Heute ist hier der Sitz der Stadtverwaltung untergebracht, ein Teil der Räume gehört dem Museum und der Galerie.
Josef Gočár, ein Sohn der Stadt
In Lomnice nad Popelkou wurde 1880 Josef Gočár geboren, einer der bedeutendsten tschechischen Architekten des 20. Jahrhunderts und eine Schlüsselfigur der kubistischen und später funktionalistischen Architektur – von ihm stammen unter anderem das Prager Haus „Zur Schwarzen Muttergottes" (Dům U Černé Matky Boží) und das Gebäude der Legiobanka. Seiner Heimatstadt widmete er sich aber nicht nur als Geburtsort: In den Sammlungen des Museums finden sich auch Materialien, die an sein Werk und seine Verbindung zur Heimatregion erinnern, darunter historische Fotografien und Pläne.
Was Sie im Museum sehen
Die Ausstellung im Schloss zeichnet die Geschichte der Region Lomnicko nach – von archäologischen Funden über die mittelalterliche Besiedlung bis in die Neuzeit. Viel Raum nimmt die Weberei und Textilherstellung ein, für die die Region jahrhundertelang bekannt war – in den Vitrinen sehen Sie alte Heimwebstühle und Stoffmuster, die hier noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts gewebt wurden. Auch die reiche Tradition des Amateurtheaters, für die Lomnice unter den kleinen tschechischen Städten bekannt ist, kommt nicht zu kurz – die örtlichen Laienschauspieler spielen seit über hundert Jahren ununterbrochen, und das Theater lebt bis heute, nicht nur in der Museumsvitrine. Ein kleinerer Teil der Ausstellung widmet sich der Natur der Region, darunter der Geologie des nahen Kozákov mit seinen berühmten Achaten.
Praktische Informationen
- Wo: Schloss am Marktplatz im Zentrum von Lomnice nad Popelkou
- Öffnungszeiten: saisonal, meist Dienstag bis Sonntag außerhalb der Wintermonate – vor der Fahrt lohnt sich ein Blick auf die Website des Museums
- Eintritt: im Bereich einiger Dutzend Kronen, Familientickets sind meist günstiger
- Besuchsdauer: eine bis anderthalb Stunden
- Parken: direkt am Marktplatz, an Wochenenden und außerhalb der Saison problemlos
Was die Stadt sonst noch bietet
Rund um das Schloss liegt ein ruhiger Marktplatz mit einigen älteren Bürgerhäusern und einer Kirche. Ein Abstecher zum Husovo náměstí lohnt sich ebenso wie eine Rast im örtlichen Café und ein Spaziergang zum Theater, wo die Laienschauspieler regelmäßig neue Stücke proben. Durch die Stadt fließt der Bach Popelka, der der Region ihren Namen gab und einst Mühlen und Webstuben antrieb – heute begleitet er den Spaziergang durchs Zentrum eher still. Lomnice ist keine große Stadt, doch für einen Spaziergang durch die historische Altstadt sollten Sie sich ruhig eine Stunde Zeit nehmen, auch ohne Museumsbesuch.
Kumburk ist von hier aus zu sehen
Das Besondere an Lomnice ist, dass man von fast überall in der Umgebung die Ruine der Burg Kumburk sehen kann, unterhalb derer unser Ferienhaus in Syřenov steht. Wer einen Tagesausflug im Rundkurs plant, kann morgens zum Schloss und ins Museum fahren, nachmittags auf den Kumburk steigen und abends zurück zum Ferienhaus kommen – die Entfernungen sind hier gering, alles lässt sich bequem mit dem Auto oder dem Fahrrad schaffen. Der Weg auf den Kumburk führt durch den Wald, der Aufstieg dauert auch mit kleineren Kindern keine ganze Stunde.
Aussichtsturm auf dem Tábor
Auf der Strecke zwischen Lomnice und unserem Ferienhaus in Syřenov lohnt sich auch ein Abstecher zum Hügel Tábor mit seinem Aussichtsturm, den wir genauso zu unseren Lieblingsausflügen ab dem Ferienhaus zählen wie die Ruine Kumburk. Die Kombination aus Schloss, Museum und kurzem Turmaufstieg lässt sich gut an einem Tag schaffen, ohne noch einmal für eine lange Strecke ins Auto zu steigen – alle drei Ziele liegen nur wenige Kilometer auseinander.
Rückzugsort unterhalb von Kumburk
Nach der Schlossbesichtigung und dem Stadtbummel weiß man zu schätzen, dass zu Hause eine warme Küche wartet – und nicht nur ein gemietetes Zimmer. Unser gesamtes Ferienhaus in Syřenov steht ausschließlich Ihrer Gruppe zur Verfügung: Oben liegt ein Schlafzimmer mit Doppelbett und zwei Einzelbetten, dazu gibt es ein Zustellbett und ein Kinderbett, sodass bis zu fünf Personen bequem unterkommen. Die Küche mit Geschirrspüler, Induktionsfeld und Mikrowelle schafft auch nach einem Ausflugstag noch das Abendessen, das Bad mit Dusche und separatem WC bedient die ganze Gruppe ohne Wartezeit, und der Pelletofen mit Zentralheizung heizt das Haus zuverlässig auf, selbst wenn es draußen friert.
Am Abend lässt es sich draußen an der Feuerstelle im Garten gut aushalten – der ideale Ort, um zu besprechen, was Sie im Museum erfahren haben, bevor es am nächsten Tag weitergeht, etwa nach Trosky oder in die Prachovské skály.
Zum Schluss noch ein Tipp
Prüfen Sie vor dem Museumsbesuch die Website der Stadt Lomnice nad Popelkou oder rufen Sie vorher an – kleine Museen in kleineren Städten haben außerhalb der Saison oft verkürzte Öffnungszeiten, und es wäre schade, unnötig vor verschlossener Tür zu stehen. Wer auch auf den Kumburk steigen möchte, sollte festeres Schuhwerk mitnehmen – der Weg durch den Wald ist nach Regen oft rutschig.