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Burgruine Kumburk: Ausblick bei Nová Paka

Die Burgruine Kumburk bei Nová Paka bietet Ausblicke auf das Riesengebirge und das Böhmische Paradies, nahe der Chata Syřenov.

Die Burgruine Kumburk thront auf einem bewaldeten Hügel, 671 Meter über dem Meeresspiegel, unweit von Nová Paka, und gehört zu den Ausflügen, die wir Gästen der Chata Syřenov fast automatisch empfehlen, wenn sie das Böhmische Paradies (Český ráj) abseits der Menschenmassen von Prachov erleben wollen. Mit dem Auto sind es bis zum Fuß des Hügels keine zehn Kilometer, also etwa fünfzehn Minuten Fahrt, mit dem Rad über Waldwege rund vierzig Minuten, und hinauf führt ein bequemer Pfad, für den normale Wanderschuhe reichen.

Wo die Ruine liegt und wie man hinkommt

Kumburk steht auf dem Gipfel des gleichnamigen Hügels zwischen Nová Paka und Lomnice nad Popelkou, genau dort, wo das Riesengebirgsvorland (Podkrkonoší) langsam in das Böhmische Paradies übergeht. Das Auto stellt man auf dem Parkplatz bei der Ansiedlung Kumburský Újezd ab oder etwas weiter unten beim Gasthaus Pod Kumburkem – beide Plätze sind kostenlos oder kosten symbolische 30 Kč pro Tag. Vom Parkplatz sind es etwa zwanzig Minuten zu Fuß auf gelb oder grün markiertem Weg zur Burg, der Anstieg ist sanft und auch mit kleineren Kindern gut zu schaffen, nur nach Regen wird es zwischen den Wurzeln rutschig.

Geschichte: von der gotischen Burg zur Ruine

Die ersten Erwähnungen der Burg reichen bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts zurück, als die Herren, die ihren Namen vom Hügel übernahmen, hier einen gotischen Sitz errichteten, der den Weg vom Riesengebirgsvorland ins Landesinnere bewachte. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg mehrfach den Besitzer, unter anderem an die Familie Šelmberk, und diente zuletzt während des Dreißigjährigen Krieges als befestigter Sitz. 1635 brannten sie durchziehende Truppen nieder, seither wurde sie nie wieder aufgebaut – die Einheimischen nutzten sie lange als Steinbruch für Baumaterial, weshalb sich bis ins 20. Jahrhundert vor allem die Fundamente und unteren Mauerteile erhalten haben.

Was man heute auf der Burg sieht

Seit den neunziger Jahren kümmert sich ein Verein um die Ruine, der schrittweise weitere Teile der ursprünglichen Anlage freilegt und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Am Platz des einstigen Turms steht heute eine hölzerne Aussichtsplattform, von der man bei klarem Wetter den gesamten Kamm des Riesengebirges von der Schneekoppe bis zum Kessel sieht, und auf der anderen Seite öffnet sich der Blick auf die Felsenhügel des Böhmischen Paradieses und den Kirchturm von Nová Paka. Im Erdgeschoss eines der erhaltenen Gebäude gibt es in der Saison eine kleine Ausstellung zur Burggeschichte und zu den archäologischen Grabungen, außerdem finden regelmäßig Kinderführungen mit Sagen statt und im Sommer gelegentlich nächtliche Führungen bei Kerzenlicht.

Öffnungszeiten und Eintritt

Die Burg ist saisonal geöffnet, üblicherweise von April bis Oktober. Außerhalb der Hauptsaison, also im April, Mai, September und Oktober, hat sie an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 17 Uhr geöffnet, im Juli und August täglich außer montags. Der Eintritt kostet etwa 60 Kč für Erwachsene und 30 Kč für Kinder und Senioren, eine Familienkarte liegt bei knapp 150 Kč. Außerhalb der Öffnungszeiten ist das Gelände von außen frei zugänglich, in die Gebäude kommt man dann aber nicht hinein.

Bradlec – die Nachbarruine, eine halbe Stunde zu Fuß

Wer noch Energie in den Beinen hat, kann von Kumburk aus dem Kammweg zur Ruine Bradlec folgen, knapp zwei Kilometer entfernt, also etwa eine halbe Stunde zügiger Fußweg durch den Wald. Beide Burgen waren historisch miteinander verbunden und werden bis heute wie Zwillinge behandelt – Bradlec ist kleiner, doch der Blick von seinem Wehrgang auf das Riesengebirge ist vielleicht noch offener. Die Runde Kumburk–Bradlec und zurück schafft man mit Kindern in drei bis vier Stunden inklusive Pausen.

Was sonst noch in der Umgebung – Nová Paka und Podkrkonoší

Fünf Kilometer vom Fuß des Hügels liegt Nová Paka, ein Städtchen, bekannt für seine Tradition des Edelsteinschliffs – im Riesengebirgsvorland-Museum (Podkrkonošské muzeum) sieht man Sammlungen von Mineralien und Schmuck, in der angeschlossenen Glashütte auch eine Live-Vorführung des Schleifens. Auf dem Rückweg nach Syřenov lohnt sich ein Mittagessen in einem der Gasthäuser in Lomnice nad Popelkou, von wo aus es zu unserer Hütte nur noch einen Katzensprung ist. Die Kombination aus Burg, Museum und Mittagessen in Nová Paka empfehlen wir Gästen als entspannten Tagesausflug, der sich im Sommer gut mit einem Bad im örtlichen Freibad verbinden lässt.

Sehenswert auf dem Rückweg:

  • Riesengebirgsvorland-Museum in Nová Paka – Mineralien, Edelsteine, Schleifvorführung live
  • Ruine Bradlec – Kammweg, knapp 2 km von Kumburk entfernt
  • Lomnice nad Popelkou – Gasthäuser und Geschäfte auf dem Rückweg zur Hütte

Praktischer Tipp zum Schluss

Fahrt eher vormittags nach Kumburk – der Parkplatz bei Kumburský Újezd ist klein und an Sommerwochenenden gegen Mittag oft voll, während man um acht oder neun Uhr morgens dort allein steht und die Aussicht von der Plattform zudem klarer ist, weil sich der mittägliche Dunst über dem Podkrkonošská-Hügelland noch nicht gebildet hat.

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