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Was man bei Lomnice nad Popelkou sehen sollte

Was man bei Lomnice nad Popelkou sehen sollte: Wallburg Tábor, Turm auf dem Kozákov und Ruine Vyskeř - Tipps von der Hütte Syřenov.

Was man bei Lomnice nad Popelkou sehen sollte, merkt man am schnellsten, wenn man den Hügel gleich hinter unserer Hütte hochsteigt – vom Kamm über Syřenov sieht man fast das ganze Podkrkonoší-Hügelland auf einen Blick. Wir vermieten die Hütte Syřenov schon im fünften Jahr und diese Gegend zwischen Lomnice nad Popelkou, Semily und dem Kozákov laufen wir mit unseren Gästen immer wieder ab. Das ist nicht der überlaufene Böhmische Paradies (Český ráj) ein Stück weiter – auch den erreicht man in einer halben Autostunde –, sondern ein ruhigeres, hügeligeres Stück Podkrkonoší, wo einen auf dem Gipfel keine Schlange erwartet, sondern höchstens ein paar Einheimische mit Hund.

Tábor bei Syřenov – Wallburg zu Fuß erreichbar

Die nächste Station liegt buchstäblich vor der Haustür. Die vorzeitliche Wallburg Tábor liegt etwa 1,5 Kilometer von der Hütte entfernt, zu Fuß braucht man fünfundzwanzig Minuten leicht bergauf durch den Wald. Von den Wällen ist heute nicht mehr viel übrig, aber eine Infotafel erklärt, was Archäologen hier gefunden haben, und vom Rand des Bergsporns hat man einen schönen Blick ins Tal. Das eignet sich als erster Spaziergang gleich nach der Ankunft, bevor man auspackt, oder umgekehrt zum Beinevertreten am Abreisetag.

Teiche direkt unterhalb der Hütte

Wer nirgendwo hinfahren will, muss nur den Hügel hinunter – die Teiche von Syřenov sind von der Hütte aus zu sehen, ein Spaziergang am Damm entlang dauert etwa vierzig Minuten, und im Sommer baden hier die Einheimischen. Es ist eher ein ruhiges Bad ohne Bademeister und ohne Kiosk, Getränke und Proviant also besser mitbringen.

Lomnice nad Popelkou – unsere nächste Stadt

Nach Lomnice sind es von der Hütte keine 5 Kilometer, mit dem Auto acht Minuten, mit dem Rad über den Hügel eher eine halbe Stunde. Der historische Marktplatz mit Laubengängen, die barocke Sankt-Nikolaus-Kirche und das Museum des Böhmischen Paradieses mit einer Ausstellung zu den lokalen Papierscherenschnitten (vystřihovánky) – das ist ein solides Vormittagsprogramm. Rund um den Platz gibt es ein paar Gasthäuser und eine Konditorei, wir schicken unsere Gäste besonders samstags dorthin, wenn ein kleiner Markt mit Gemüse und Käse von lokalen Bauern stattfindet. Für ein Mittagessen in einem gewöhnlichen Restaurant rechnet man mit 150–200 Kč.

Aussichtsturm auf dem Kozákov

Der Kozákov ist mit 744 Metern der höchste Berg weit und breit und zugleich das beliebteste Ziel unserer Gäste. Von der Hütte sind es 10 Kilometer, mit dem Auto knapp zwanzig Minuten, der Parkplatz liegt direkt unter dem Turm (etwa 30 Kč pro Tag). Der Stahlturm steht seit 2005 dort, über rund 150 Stufen gelangt man zur Aussichtsplattform, von der man bei klarem Wetter den ganzen Kamm des Riesengebirges auf der einen und das Isergebirge auf der anderen Seite sieht. Der Kozákov ist auch für den Abbau von Edelsteinen bekannt – Achate und Jaspis, in der Umgebung findet man alte Stollen, und Sammler kommen extra ihretwegen her. Oben gibt es in der Saison auch einen kleinen Imbiss, geöffnet etwa von April bis Oktober.

Ruine der Burg Bradlec und des Schlosses Vyskeř

Ein Stück hinter dem Kozákov, Richtung Bradlecká Lhota, steht die Ruine der Burg Bradlec – kleiner, aber gut erhalten, freier Eintritt, ein idealer Zwischenstopp mit dem Rad auf dem Rückweg zur Hütte. Die zweite Ruine, Vyskeř, liegt etwa 9 Kilometer von uns entfernt, in einem Dorf, das buchstäblich auf einem Hügel gebaut ist, über dessen Häusern die Reste einer mittelalterlichen Burg thronen, die später zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. Heute ist es eine romantische, frei zugängliche Ruine mit freiem Eintritt – vor allem ein großartiger Ort zum Sonnenuntergang. Wir schicken unsere Gäste vor allem abends dorthin, wenn sich der Wald ringsum rot färbt und völlige Ruhe herrscht. Das Auto lässt man unten bei der Kirche stehen, hinauf sind es nur ein paar Minuten zu Fuß.

Semily und das Tal der Jizera

Wer Lust auf Wasser hat, dem empfehlen wir einen Abstecher nach Semily, etwa 12 Kilometer von der Hütte. Der Fluss Jizera lädt hier zu Spaziergängen am Ufer ein, im Sommer gibt es ein Freibad, und in der Stadt selbst lohnt ein Besuch im Museum mit einer Ausstellung zur traditionellen Textilindustrie, von der diese Region früher lebte. Der Weg nach Semily führt durch ein malerisches Tal, mit dem Auto dauert es knapp zwanzig Minuten.

Etwas weiter: Trosky und das tiefere Böhmische Paradies

Wer mit zwei, drei Tagen nicht auskommt und auch den bekannteren Teil des Böhmischen Paradieses sehen will: Die Burgruine Trosky mit ihren zwei Türmen liegt etwa 20 Kilometer von uns entfernt, mit dem Auto eine halbe Stunde. Der Eintritt kostet 100 Kč pro Erwachsenem, geöffnet von April bis Oktober, außerhalb der Saison nur an Wochenenden. Im Juli und August ist der Parkplatz unterhalb der Burg oft schon gegen zehn Uhr vormittags voll, wir raten zu einem frühen Start.

Herbst und Winter rund um Lomnice

Außerhalb der Sommersaison verändert sich die Gegend – im Oktober und November gibt es hier herrliches buntes Laub und auf den Hügeln fast niemanden, im Winter locken die umliegenden Wiesen und Waldwege zum Langlaufen, besonders Richtung Kozákov und Vyskeř, wo der Schnee früher kommt und länger liegen bleibt als unten in Jičín. Einen Rodelhügel findet man direkt unter dem Tábor, zehn Gehminuten von der Hütte.

Die Tagesrunde, die wir unseren Gästen am häufigsten empfehlen

  • morgens zu Fuß zum Tábor (25 Minuten von der Hütte), Frühstück am besten mitnehmen
  • um die Mittagszeit weiter nach Lomnice zum Essen und für einen Bummel über den Marktplatz
  • am Nachmittag auf den Kozákov, Aufstieg zum Turm und ein Stück Waldweg vorbei an den alten Stollen
  • auf dem Rückweg ein Stopp bei der Ruine Bradlec, falls noch Kraft übrig ist

Die ganze Runde schafft man mit Auto und den Wanderabschnitten an einem Tag, selbst mit kleinen Kindern im Kinderwagen auf den einfacheren Abschnitten rund um Lomnice.

Praktische Tipps zum Schluss

Das Parken an der Hütte ist kostenlos, direkt auf dem Grundstück, man startet die Ausflüge also mit dem Auto, ohne sich Gedanken über einen Übernachtungsparkplatz zu machen. Nach Kozákov und Lomnice führt auch ein Radweg, das Fahrrad kann bei uns in einem abschließbaren Schuppen bleiben, ebenso wie nasse Schuhe nach einer Wanderung oder dem Bad im Teich. Den nächsten Laden mit Brot und Grundnahrungsmitteln erreicht man über Lomnice, in Syřenov selbst gibt es kein Geschäft, deshalb empfehlen wir, den ersten Einkauf auf dem Weg von der Autobahn oder gleich am ersten Tag in der Stadt zu erledigen.

Ein letzter Tipp: In den tiefsten Waldpartien unterhalb des Tábor gibt es kaum Handyempfang, die Karte also vorher offline aufs Handy laden – ob man sich lieber auf Papier oder auf die App verlässt. Und wer nicht sicher ist, womit anzufangen: Bei der Buchung einfach nachfragen – wir empfehlen die Routen passend zum Wetter und danach, ob Kinder mitkommen.

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