JičínSyřenovBlogKontakt
Reservieren
Zurück zum Blog
Jičín P&P Apartmentshrady zamkycesky rajhistorie

Schloss Humprecht: barockes Jagdschloss bei Sobotka

Schloss Humprecht, barockes Jagdschloss über Sobotka, liegt nur eine Viertelstunde von unseren Apartments in Jičín entfernt.

Schloss Humprecht, ein barockes Jagdschloss auf dem Hügel Brada über Sobotka, gehört zu den Bauwerken, die es in dieser Form in Böhmen kein zweites Mal gibt – und liegt dabei von unseren Apartments in Jičín nur 12 Kilometer entfernt, mit dem Auto keine Viertelstunde. Unseren Gästen empfehlen wir es als ersten Tipp, wenn sie nach einem Ausflug für einen halben Tag fragen.

Ein Stück Geschichte, das man gerne erzählt

Das Schloss ließ zwischen 1666 und 1668 Graf Jan Humprecht Černín von Chudenice errichten, ein Diplomat und großer Liebhaber italienischer Architektur, nach den Plänen des italienischen Baumeisters Carlo Lurago. Der Bau trägt seinen Vornamen – Humprecht. Entstanden ist ein völlig einzigartiges Gebäude: ein zylindrischer Turm mit einem runden Saal im obersten Geschoss, in dem Besuchern bis heute die verblüffende Akustik vorgeführt wird. Einen vergleichbaren runden Grundriss mit zentralem Turm findet man in Böhmen nirgendwo sonst – Humprecht gilt daher zu Recht als eines der eigenwilligsten Barockbauwerke der ganzen Region.

Ein Diplomat, der Italien mit nach Hause brachte

Jan Humprecht Černín verbrachte Jahre als kaiserlicher Gesandter in Venedig und später auch in Rom und verliebte sich regelrecht in die italienische Architektur. Nach seiner Rückkehr ließ er sich kein klassisches Schloss nach gängigem böhmischem Vorbild bauen, sondern engagierte einen Architekten direkt aus Italien und errichtete etwas, das es in Böhmen so kein zweites Mal gab. Andere Adlige seiner Zeit bauten eher prunkvolle, mehrstöckige Residenzen – Černín ging einen anderen Weg und setzte auf eine einzige gewagte Form, mit der er seinen Geschmack und seine Weltläufigkeit zeigen wollte.

Was Sie im Inneren sehen

Die Innenräume sind im Stil einer Jagdresidenz eingerichtet – Sie finden dort Jagdtrophäen-Sammlungen, historische Möbel und barocke Deckenfresken. Höhepunkt der Führung ist der runde Saal im obersten Stockwerk: Stellt der Guide einen Musiker in die Mitte und der spielt ein Jagdhorn, wirft die Kuppel den Ton so zurück, dass es klingt, als würden gleich mehrere Instrumente spielen. Neben dem zentralen Saal besichtigen Sie auch kleinere Salons im Erdgeschoss mit einem Teil der Familiensammlung an Gemälden und Porzellan sowie die Kellerräume mit einer kurzen Ausstellung zur Baugeschichte des Schlosses. Die Führung dauert etwa 50 Minuten und findet ausschließlich mit Guide statt – auf eigene Faust darf man das Schloss nicht erkunden. Der Eintritt liegt bei etwa 130 Kronen für Erwachsene und 90 Kronen für Kinder und Senioren, ein Familienticket ist etwas günstiger.

Das Schloss ist saisonal geöffnet, ungefähr von April bis Ende Oktober, außerhalb von Juli und August montags geschlossen. Im Winter bleibt es ganz zu – wenn Sie einen Ausflug außerhalb der Saison planen, fragen Sie am besten vorher bei uns an der Rezeption nach den aktuellen Zeiten.

Praktische Hinweise

  • Die Führungen finden auf Tschechisch statt, an der Kasse liegt aber ein gedruckter Text auf Englisch und Deutsch aus.
  • Fotografieren ohne Blitz ist in den Innenräumen erlaubt.
  • Das Schloss ist nicht barrierefrei, sowohl der Zugang als auch das Innere haben zahlreiche Stufen.
  • Hunde an der Leine dürfen mit aufs Gelände, aber nicht in die Innenräume.

Der Ausblick, wegen dem man wiederkommt

Selbst wer nicht hineingeht, sollte für den Ausblick auf die Brada hinauffahren. Vom Umgang um den Turm sieht man Sobotka unter sich, den Kozákov am Horizont und bei klarer Sicht sogar das Riesengebirge. Neben Sobotka und dem Kozákov erkennen Sie bei guter Sicht auch den Hügel Mužský, die Burgruine Trosky mit ihren zwei typischen Türmen und im Norden die Silhouette des Ještěd – praktisch die ganze Gegend, durch die Sie in den nächsten Tagen fahren werden, liegt hier wie auf einer Landkarte vor Ihnen. Wir selbst fahren am liebsten im Herbst hierher, wenn das Laub unterhalb des Schlosses am schönsten gefärbt ist – Ende Oktober ist dafür die beste Zeit.

Sobotka: ein Städtchen, das einen Halt lohnt

Unterhalb des Schlosses liegt das Städtchen Sobotka, Geburtsort des Dichters Fráňa Šrámek. Jedes Jahr im Juli findet hier das Literaturfestival Šrámkova Sobotka statt, mit Theater, Lesungen und Konzerten direkt auf dem Marktplatz – wenn der Termin passt, lohnt sich der Umweg. Sobotka vergisst seinen berühmten Sohn Šrámek nicht – im Städtchen finden Sie Gedenktafeln und sein Denkmal am Marktplatz, das daran erinnert, wie eng er mit der Gegend verbunden war. Am Marktplatz gibt es ein paar Cafés und eine Konditorei mit ausgezeichnetem hausgemachtem Eis, bei der wir nach der Besichtigung gerne einkehren. Parken ist in Sobotka am und unterhalb des Marktplatzes kostenlos, direkt am Schloss gibt es einen kleinen gebührenpflichtigen Parkplatz am Fuß des Hügels.

Anreise ohne Auto

Busse von Jičín nach Sobotka fahren ungefähr stündlich, die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Vom Marktplatz in Sobotka sind es zu Fuß bergauf etwa 15 Minuten zum Schloss – bequeme Schuhe lohnen sich, das letzte Stück verläuft auf unbefestigtem Weg.

Was Sie mit dem Ausflug zum Humprecht verbinden können

Das Schloss lässt sich hervorragend mit anderen Zielen in der Umgebung kombinieren, sodass aus einem Ausflug leicht ein ganzer Tag wird:

  • Burg Kost – etwa 6 km von Sobotka, eine im Wald versteckte gotische Wasserburg, eine der besterhaltenen in Böhmen.
  • Prachovské skály – keine 15 Autominuten entfernt, eine Felsenstadt ideal für einen Nachmittagsspaziergang nach der Schlossbesichtigung.
  • Sobotecké rybníky (Teiche von Sobotka) – ein schöner Spaziergang oder eine Radtour direkt vom Marktplatz aus.
  • Burgruine Trosky – etwa 9 km entfernt, die markante Doppelturm-Silhouette sieht man schon von der Aussicht bei Humprecht aus.

Zum Schluss ein praktischer Tipp: Kommen Sie für die erste Führung am Vormittag, gegen 10 Uhr ist an der Kasse meist am wenigsten los, und am Nachmittag bleibt noch Zeit für Kost oder die Prachovské skály, bevor Sie abends zu uns nach Jičín zum Abendessen zurückkehren.

Weitere Artikel