Böhmisches Paradies mit Kindern: Ausflüge, die ihnen gefallen
Böhmisches Paradies mit Kindern gelingt leicht dank Märchenstadt Jičín, Prachovské skály und Burg Kost - Tipps von unseren Apartments im Zentrum.
Böhmisches Paradies mit Kindern ist eigentlich eine leichtere Aufgabe, als Eltern erwarten – diese Region hat nämlich den Vorteil, dass Kinder schon von den Märchen selbst angelockt werden. Jičín ist die Heimatstadt des Räubers Rumcajs, seiner Frau Manka und des Sohnes Cipísek, die im nahen Wald Řáholec leben, und unsere kleinsten Gäste erkennen das gleich auf dem Platz, wo eine Statue und eine Tafel mit der Geschichte auf sie warten. Wir wohnen mit unseren Apartments direkt im Zentrum, der erste Märchenmoment liegt also vor der Tür, nicht erst nach einer Autostunde.
Jičín – die Märchenstadt
Jedes erste Septemberwochenende verwandelt sich Jičín für drei Tage in die "Stadt des Märchens" – durch die Straßen ziehen Prinzessinnen, Drachen und Kobolde, auf dem Platz ist Jahrmarkt, abends Feuerwerk. Aber auch außerhalb des Festivals reicht ein Spaziergang durch die Gassen unterhalb des Schlosses, wo an den Häusern Märchenfiguren gemalt sind, und Kinder fangen von selbst an zu zählen, wie viele sie finden. Rechnet mit einer Stunde gemütlichem Spaziergang, unterwegs gibt es auch eine Konditorei mit Blick auf die Laubengänge, wo ältere Kinder Eis bekommen und jüngere einen Palatschinken.
Libosad – der Park, für den ihr keinen Plan braucht
Der Schlosspark Libosad liegt fünf Gehminuten vom Platz entfernt und ist genau der richtige Ort, wenn Kinder Energie loswerden müssen, ohne ein organisiertes Programm. Weitläufiger Rasen, alte Eichen, ein Heckenlabyrinth und ein kleiner Teich mit Enten – Familien verbringen hier locker ein bis zwei Stunden, ohne etwas zu bezahlen, der Eintritt in den Park ist frei. Im Sommer bringen unsere Gäste eine Decke und einen Snack mit, es ist nur ein Katzensprung vom Apartment entfernt, man kann also auch nur kurz zwischen zwei Ausflügen vorbeischauen.
Prachovské skály im Kleinformat – kurze Runde für kleine Beine
Die Prachovské skály liegen von Jičín aus nur 5 Kilometer entfernt, aber nicht jede Route ist für Kinder gleich angenehm. Wir empfehlen die kürzeste, rot markierte Runde, die man auch mit einem Fünfjährigen in einer Stunde schafft – sie führt an den interessantesten Felsformationen vorbei, Kindern gefällt am besten die Stelle, an der man rufen und auf das Echo warten kann. Der Eintritt kostet etwa 70 Kč pro Erwachsenem, Kinder zahlen ermäßigt. Am Eingang gibt es auch einen kleinen Spielplatz und einen Eisstand, sodass müde Beine nach der Rückkehr wissen, wohin.
Burg Kost – Wassergraben, Karpfen und eine Gespenstergeschichte
Kost ist die einzige Burg in der Umgebung, die statt eines klassischen Grabens von Teichen umgeben ist, Kinder nennen sie die "Wasserburg" und haben damit recht – von der Brücke aus sieht man große Karpfen, die auch von Einheimischen gefüttert werden. Es sind etwa 16 Kilometer von Jičín, mit dem Auto gut zwanzig Minuten. Im Inneren der Burg erzählen die Führer die Sage von der Weißen Frau, die angeblich bis heute einen Schatz im Untergrund bewacht – ältere Kinder fesselt diese Geschichte zuverlässig, jüngere genießen eher den Spaziergang auf den Mauern. Eintritt etwa 150 Kč für Erwachsene, Kinder bis 6 Jahre frei. Die Führung dauert etwa eine Stunde, gerade genug, damit kleinere Kinder ohne größere Unruhe durchhalten, und gleich danach steht draußen eine Bank mit Blick auf das Wasser, wo man in Ruhe eine Kleinigkeit essen kann.
Šibeník – Hügel zum Herumtoben und Aussicht umsonst
Ein Stück außerhalb der Stadt, buchstäblich in Sichtweite vom Platz, liegt der Hügel Šibeník mit einem Aussichtsturm. Ein bequemer Weg führt dorthin durch den Wald, mit dem Rad oder zu Fuß, insgesamt braucht man zwanzig Gehminuten vom Zentrum. Oben hat man Aussicht auf ganz Jičín und die Silhouette der Prachovské skály in der Ferne, vor allem aber genug Platz, damit Kinder sich richtig austoben können, ohne jemandem im Weg zu stehen. Der Eintritt ist kostenlos, ideal für den späten Nachmittag nach dem Mittagessen, wenn es heiß ist und etwas Unkompliziertes gefragt ist.
Sedmihorky – Sandstrände an den Teichen
Wer zu den Felsen noch Wasser dazu möchte, fährt nach Sedmihorky, etwa 15 Kilometer von Jičín Richtung Hrubá Skála. Die Teiche haben hier stellenweise Sandstrände, das Wasser ist flach und im Sommer angenehm warm, sodass auch kleinere Kinder hier bedenkenlos planschen können. Ein schöner Zwischenstopp auf dem Rückweg von den Prachovské skály oder von Valdštejn, bevor es zurück ins Apartment geht – ein Rucksack mit Handtüchern lohnt sich hier auf jeden Fall.
Freibad und Abkühlung an heißen Tagen
Im Sommer gibt es in Jičín ein Naturfreibad, in das auch einheimische Familien mit kleinen Kindern gehen – Planschbecken für die Kleinsten, Rutsche für die Mutigeren, Imbiss direkt vor Ort. Das ist die Lösung für Tage, an denen es zu heiß zum Herumklettern auf Felsen ist und Kinder ohnehin vor allem ins Wasser wollen. Geöffnet ist es meist von Mitte Juni bis Ende August, je nach Wetter.
Was mit sollte
In den Rucksack gehört vor allem genug zu trinken, denn in den heißen Monaten trinken Kinder auf den Felsen und im Park mehr, als man denkt, sowie ein Ersatzshirt, falls Freibad, Sedmihorky oder ein Spaziergang am Teich bei Kost auf dem Programm stehen. Der Kinderwagen eignet sich für Libosad und die kürzere Runde in den Prachovské skály, für Burg Kost und den Šibeník empfehlen wir eher eine Trage oder ein älteres Kind, das schon selbst laufen kann – das Gelände ist dort stellenweise uneben. Feste Schuhe mit Knöchelschutz sind auf den Felsen besser als Sandalen, Steine können nach Regen selbst auf dem markierten Weg rutschig sein.
Sonnenbrille und Mütze gehören von April bis September genauso zur Ausrüstung wie ein Insektenschutzmittel, besonders für Spaziergänge an den Teichen in Sedmihorky und bei Kost, wo es in den warmen Monaten mehr Insekten gibt als auf den trockenen Felsen.
Praktischer Tipp zum Schluss
Wenn ihr einen Tag mit kleinen Kindern plant, legt den aktiven Hauptpunkt – ob Prachovské skály oder Kost – auf den Vormittag, wenn sie die meiste Energie haben, und lasst euch den Nachmittag für ein ruhigeres Programm in Jičín: Park, Eis, Märchenfiguren am Platz. Das funktioniert zuverlässiger als umgekehrt, und abends erspart ihr euch die Erschöpfung, über die eher die Eltern klagen als die Kinder. Wenn ihr nicht sicher seid, welcher Tag wofür passt, schreibt uns einfach bei der Buchung – je nach Wetter und Alter der Kinder empfehlen wir eine konkrete Reihenfolge, nicht nur eine allgemeine Liste.